Elsbeth Meyer-Förster

“Worte”

Lesefragen

1. Wir sprachen am Dienstag über die historischen und sozialen Veränderungen im 19. Jahrhundert. Die Ständegesellschaft [a society composed of “estates” or social strata into which one is born] verwandelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts in eine Klassengesellschaft [a society composed of classes, wherein access to or lack of financial capital determine one’s social standing. Since money can be earned or lost, one’s social standing is fluid within a class society. One can socially move up- or downward.]

Meyer-Förster skizziert [sketches] im ersten Abschnitt eine Begegnung [encounter] zwischen zwei Frauen aus zwei Klassen. Wer/welche Klassen begegnen sich hier?


2. Suse und ihr Freund stammen [originate] auch aus zwei verschiedenen Klassen. Welche Klasse/welche Ideologie repräsentiert der Mann?


3. Was Suse und ihren Freund trennt sind Worte (S. 346; Mitte). Seine geschriebenen Worte sind “nur Worte” für ihn, aber Quellen der Hoffnung auf ein besseres Leben für sie. Sie ist für ihn “mein wildes Mädchen, meine schwarze Rose,” leere Worte, wie Suse nun weiss. Sie heiratet und wenn ihr Mann zu (sozialistischen) Versammlungen geht (S. 347; unten), holt sie das Buch des ehemaligen [previous] Freundes, ihr “Evangelium” (S. 348; oben], heraus und “sog sich fest an seinen Worten.”

Welches soziale Phänomen kritisiert Meyer-Förster hier durch die “leeren Worte” des Freundes? Welche Art von Phänomen zeigt sie, wenn Suse die Worte des Freundes benutzt, um sich selbst zu erfüllen und um ihre Kinder zu lieben?