Griselda Pollock – “Missing Women: Rethinking Early Thoughts on Images of Women”

Repräsentationen von Frauen (in Bildern, Filmen) sind schlagkräftige [powerful; literally: full of hitting power] kulturelle Geschlechterkonstrukte.

Die früheren Feministinnen verurteilten [denounced] stereotypische Bilder von Frauen als sexistisch.

Die neue Generation von Feministinnen studiert das Problem der Repräsentation. Anstatt einfach zu verurteilen [denounce], wollen diese Feministinnen genau analysieren, wie die Frauen-Abbildung [representation] mit patriarchaler Bedeutung [meaning] aufgefüllt wird.

Das Beispiel von der Bayer-Werbung:
Der leere Körper eines Teenage-Mädchens steht auf der Schwelle [threshold] zwischen Kindheit und Frau-Sein.

a. Die Bayer-Werbung [ad] sagt einerseits, der “leere” Körper muss mit Bedeutung gefüllt werden (mit Weiblichkeit, Identität, Kosmetik, Stoffe, Mode; also mit Dingen, die die patriarchale Kultur bestimmt [assigns]).

b. Andererseits sagt die Werbung aber auch, dass der Körper schon voll und deshalb krank ist (mit Geschlechtsorganen, Menstruation). Für beide Probleme (die Leere und die Fülle) will Bayer mit seinen Produkten eine Lösung schaffen.