Marie Luise Kaschnitz: “Das dicke Kind”

Lesefragen

Zum Inhalt

1. Beschreiben Sie das dicke Kind (33-34):
• wie sieht es aus (Details, 33-34)?
• wie verhält es sich am Anfang gegenüber der Erzählerin? (33)
• wie definiert es sich selbst? (34)
• was beobachtet die Erzählerin an dem Kind (Gestik, Mimik, Blicke? 33-34)
• was für Gefühle evoziert das Kind in der Erzählerin und wie behandelt sie es deshalb? (33-34)
2. Wie läuft die Unterhaltung mit dem Kind? (35 –36)
• was ist die Standardantwort des Kindes auf Fragen der Erzählerin? (35)
• die Gefühle der Erzählerin werden immer stärker, was sind sie jetzt?(35)
• womit vergleicht die Erzählerin das Kind, welches Bild benutzt sie, und warum? (35)
• womit vergleicht die Erzählerin das Schmatzen des Kindes, was evoziert das bei ihr? (35)
• was wünscht sich die Erzählerin, was soll das Kind tun? (36)
3. Die Schwester (36)
• wie wird die Schwester ins Gespräch eingeführt von dem Kind?
• wie wird die Schwester von dem Kind beschrieben, wie sieht sie aus?
• was für Dinge tut die Schwester, was tut das Kind?
4. Die Verfolgung (37-38)
• warum folgt die Erzählerin dem dicken Kind, wenn es zum Schlittschuhlaufen geht? (37)
• welche Tageszeit ist jetzt und was für eine Atmosphäre entsteht dadurch? (37)
• mit welchem Tier vergleicht die Erzählerin das Kind jetzt und warum? (37)
• was sieht die Erzählerin weit draussen auf dem See und wie beschreibt sie diese Gestalt? (38)
• wie wertet sie jetzt ihren Wunsch, dem Kind zu folgen, um? (38)
5. Das Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen See (38-39)
• was beobachtet die Erzählerin am Wetter und warum ist das wichtig? (37-38)
• warum bricht das Kind an genau der Stelle ein, wo vorher die Schwester getanzt hat? (38) Hat das eine symbolische Bedeutung?
• was für eine Veränderung beobachtet die Erzählerin in der Mimik des Kindes, als es versucht, sich zu retten? (39)
• kann sich das Kind leicht retten? Braucht es die Hilfe der Erzählerin? Warum / nicht? (39)
6. Das Spiegelbild (39)
• Wer war das Kind wirklich?
• Hat sich die Erzählerin alles nur vorgestellt? Hat sie geträumt? Hat sie halluziniert? Was ist hier passiert?

Interpretation

1. Die Erzählerin hat sehr starke Gefühle gegenüber dem Kind, aber sie agiert sie nicht aus, sondern ist an der Oberfläche nett zu dem Kind. Warum hat sie so starke Gefühle und warum versteckt sie sie?
2. Wann fängt das stille Kind, das immer einsilbig antwortet, plötzlich zu erzählen an und warum?
3. Worauf gründet sich die Identität des Kindes, z.B. wenn es von sich erzählen soll?
4. Wie beschreibt Kaschnitz den Weg vom Haus der Erzählerin zum See, der aussieht “genau wie in meiner Kindheit”? Was wird hier schon angedeutet und mit welchen Mitteln?
5. Wie beschreibt Kaschnitz den Kampf des Kindes, sich aus dem Eiswasser zu retten? Welchen Vergleich benutzt sie und was bedeutet das? (39)
6. Welche Bedeutung hat die Schwester für die Entwicklung des dicken Kindes, für seine Identität, die es erst entwickelt?
7. Welche Rolle spielt die Körperform des Kindes bei seiner Identitätsfindung? Ist die Körperform verantwortlich für die Art, wie das Kind ist? Oder umgekehrt: ist sie ein Symptom psychischer Probleme, der Identitätsschwäche des Kindes?
8. Kaschnitz benutzt einige Tier-Vergleiche. Welche, und was tragen sie zur Erzählung bei? Welche Bedeutung hat dabei das Animalische?
9. Kaschnitz arbeitet auch mit viel Wasser-Symbolik. Finden Sie die Beispiele und überlegen Sie, was diese Symbolik zur Erzählung beiträgt. Auch Eis gehört zur Wasser-Symbolik.
10. Vergleichen Sie die beiden Schwestern in bezug auf ihre Weiblichkeit: welche Schwester erfüllt die “weibliche” Rolle mehr, welche tendiert zur “männlichen” Rolle? Warum? Gibt es dadurch einen Verlust an Weiblichkeit?
11. Was zeigt diese Geschichte in bezug auf “Rollen”, die die Gesellschaft (“andere”) uns zuschreibt?

Weil es so viele Fragen sind: machen Sie sich Notizen zu den Inhaltsfragen und reichen Sie bitte Antworten zu fünf Interpretationsfragen schriftlich ein.