Denkfragen zum Vergleich der Texte über Liebe und Sexualität


19. Jahrhundert: Bettina von Arnim, “Eros;” Sidonie Grünwald-Zerkowitz, “Sündige Stimmungen;” Eugenie Marlitt, “Frauenherz;” Anna Croissant-Rust, “Kirchweih.”

20. Jahrhundert: Else Lasker-Schüler, “Ein alter Tibetteppich” und “Ein Liebeslied;” Ingeborg Bachmann, “Erklär mir, Liebe” und “Ihr glücklichen Augen.”

Liebe 1: Western Carolina
Marlitt, Croissant-Rust und alle Texte aus dem 20. Jahrhundert beschreiben das Konzept der Liebe. Womit beschäftigen sich die Texte aus dem 19., womit die aus dem 20. Jahrhundert? Welche Art von Liebe wird hier diskutiert? Wie sieht diese Liebe aus – wo liegen die Probleme?

Liebe 2: East Carolina
Obwohl beide Ehepartner einander lieben sollen, wird die Liebe traditionell als Aufgabe der Frau gesehen (Eltern-, Gatten- und Kinderliebe). Analysieren Sie bitte aus einer feministischen Perspektive, warum Frauen so viel mehr lieben sollen. Im 19. Jahrhundert wurde diese Liebe noch eingeübt, im 20. Jahrhundert wurde sie schon hinterfragt. Wie?

Liebe 3: Wilmington
Wenn wir echte Liebe so definieren, dass sie die sorgsame Pflege den anderen Ichs zum Zweck des gemeinsamen inneren Wachstums [careful nurturing of the other’s self for the purpose of mutual inner growth] bedeutet, was sagen dann unsere Texte über Liebe? Wird diese echte Liebe hier diskutiert? Wenn ja, wo? Wenn nicht, warum nicht?

Sexualität 1: NC State
Die Frauensexualität wurde im 19. Jahrhundert unterdrückt, weil Frauen die moralische Hälfte der Menschheit repräsentieren sollten, während Männer ihre Sexualität freier ausagieren [enact, act out] durften. Wie protestieren die Gedichte aus dem 19. Jahrhundert gegen diese Teilung in männliche und weibliche Sexualität? Versuchen die Autorinnen, Frauensex dem Männersex gleichzustellen [to equate with]?

Sexualität 2: NC State
Wie wird Sexualität in den Texten des 20. Jahrhundert dargestellt? Unterscheidet sie sich von der Sexualität des 19. Jahrhunderts, die wir in den Texten sahen? Wie oder wie nicht? Was bedeutet die weibliche Sexualität nun für die Gesellschaft? Was bedeutet sie für das Individuum?